Corona: Rüsselsheimer Volksbank startet Informationsoffensive zu digitalen Angeboten

Pandemie unterstreicht Relevanz digitaler Anwendungen für Selbstbestimmung und Teilhabe. Digitalbotschafter unterstützen bei der Nutzung des elektronischen Bankings. Filialen mit weiterhin reduzierten Öffnungszeiten.

Rüsselsheim. „Viele Menschen misstrauen dem digitalen Banking oder trauen sich nicht zu, es sicher anzuwenden. Andere wünschen sich, dass wir sie in unseren Filialen und mit persönlichen Ansprechpartnern auf dem Weg hin zum digitalen Banking mitnehmen. Hier wollen wir – unsere Bank, unsere Kolleginnen und Kollegen in den Filialen sowie Tina Brod und ich ganz persönlich – ansetzen.“ So beschreibt Sebastian Funke seine Motivation für seine neue Aufgabe als Digitalbotschafter der Rüsselsheimer Volksbank. Seine Kollegin Tina Brod ergänzt: „Wir verstehen und als Bindeglied nach innen und außen. Denn es gibt vielfältige Hürden, die dazu führen können, dass Menschen aus digitalen Anwendungen aussteigen – zum Beispiel Abfragen, in denen ungewohntes Vokabular verwendet wird. Über diese Hindernisse wollen wir nun im persönlichen Kontakt hinweghelfen. Das soll vor allem vor Ort in unseren Filialen oder aber auch telefonisch geschehen. Dafür stehen die Kolleginnen und Kollegen im Service zur Verfügung.“

Tina Brod ist seit 1999 Mitarbeiterin der Genossenschaftsbank und derzeit als Fachberaterin für Electronic Banking tätig. Sebastian Funke ist seit 2019 Mitarbeiter der Genossenschaftsbank und derzeit als Trainee im Firmenkundenbereich tätig. „Mich begeistert die genossenschaftliche Idee: Fairness, Transparenz und Vertrauen sind für uns unabdingbare Werte“, erläutert Tina Brod. Sebastian Funke ergänzt: „Unsere regionale Ausrichtung und die Nähe zu unseren Kunden sind mein persönlicher Antrieb.“

Mit dem Konzept der „Digitalbotschafter“ reagiert die Rüsselsheimer Volksbank auf Ergebnisse einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov aus dem April 2020. Sie wurde im Auftrag der Volksbanken und Raiffeisenbanken im Genossenschaftsverband – Verband der Regionen durchgeführt. 24 Prozent der Befragten gaben hier an, aufgrund der Corona-Pandemie Online-Banking nun stärker nutzen zu wollen. Dem stehen vor allem die Angst vor Betrug und die geringe Selbsteinschätzung der digitalen Kompetenzen im Wege. Fast die Hälfte (47 Prozent) der über 55-Jährigen sagt von sich, über eine nur „sehr geringe“ oder „eher geringe“ digitale Kompetenz zu verfügen. Gleichzeitig wünschen sich 48 Prozent der Befragten dieser Altersgruppe bei digitalen Anwendungen persönliche Unterstützung in den Filialen.


Josef Paul, Vorstand der Rüsselsheimer Volksbank, betont, dass insbesondere in der Hochphase der Corona-Pandemie auch im Geschäftsgebiet der Rüsselsheimer Volksbank das Online-Banking dazu beigetragen habe, den Zahlungsverkehr aufrechtzuhalten, Bankgeschäfte zu erledigen und Ansteckungsgefahren zu reduzieren: „Wir sehen es im Zusammenhang mit unserem genossenschaftlichen Förderauftrag als unsere Aufgabe an, noch mehr Kundinnen und Kunden von unseren digitalen Anwendungen zu überzeugen. Denn sie sorgen für Sicherheit, stärken die persönliche Unabhängigkeit und erhöhen die Lebensqualität.“ Tina Brod und Sebastian Funke würden als Digitalbotschafterin bzw. Digitalbotschafter die Servicekräfte dabei unterstützen, Menschen, die noch nicht die Vorteile des digitalen Bankings nutzen, von seinen Stärken zu überzeugen.

Profitieren würde die Rüsselsheimer Volksbank von dem hohen Vertrauensbonus, den sie online wie offline genieße. So gaben 58 Prozent der Befragten in oben genannter Umfrage an, unter den Anbietern von Bank- und Zahlungsverkehrsdienstleistern Regionalbanken am meisten zu vertrauen, mehr als doppelt so viele wie bei den Großbanken auf Rang zwei. Paul: „Für uns ist klar, dass wir den Weg der Omnikanalbetreuung konsequent weitergehen werden.“

Bis zum Jahresende hat sich die Rüsselsheimer Volksbank drei Schwerpunktthemen gesetzt: Das „Elektronische Postfach“, das „Online-Banking“ und die „VR-BankingApp“. Digitalbotschafterin Brod: „Mit diesen drei Kernanwendungen sind unsere Kundinnen und Kunden gut gerüstet. Den Auftakt macht das ‚Elektronische Postfach‘. Nutzer können mit ihm jederzeit und überall ihre Kontoauszüge abrufen. Sie sparen sich den Gang zum Kontoauszugsdrucker oder das Porto für die Zustellung.“ Ihr Kollege Funke sieht weitere Vorteile: „Zudem bietet es einen sicheren und bequemen Weg, um mit dem Bankberater oder der Bankberaterin schnell und unkompliziert zu kommunizieren. Ganz ohne Ansteckungsgefahr.“

Vor dem Hintergrund der nach wie vor bestehenden Gesundheitsrisiken werde die Rüsselsheimer Volksbank die reduzierten Öffnungszeiten ihrer Filialen bis Ende des Jahres weiterhin beibehalten. Bankvorstand Paul: „Das Robert-Koch-Institut warnt vor steigenden Infektionszahlen. Wir wollen unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ebenso wie unsere Kundinnen und Kunden möglichst geringen Gefahren aussetzen. Abstandsregeln, der Mundschutz, Hygieneregeln – all dies gehört dazu. Zusätzlich wollen wir nun aber auch bis zum Jahresende die reduzierten Öffnungszeiten beibehalten und alle Kundinnen und Kunden einladen, unsere Angebote zur Vermittlung von Digitalkompetenzen im Bankgeschäft zu nutzen.“

Bei komplexen Beratungen stünden aber selbstverständlich weiterhin Fachleute für persönliche Gespräche zur Verfügung. Josef Paul: „Die Stärken und Vorteile des digitalen Bankings enden dort, wo individuelle Beratung ansetzt. Das bleibt unsere tiefste Überzeugung. Wir sind und werden keine Direktbank.“