Vermögenswirksame Leistungen

am 06. Oktober 2014

Ein Geschenk wird zum kleinen Vermögen

Viele Arbeitgeber zahlen ihren Arbeitnehmern vermögenswirksame Leistungen. Daneben unterstützt auch der Staat Sparer mit Zulagen. In einem Aktienfonds angelegt, zahlt sich dies langfristig aus.

Immerhin haben fast alle Anleger (97 Prozent) von vermögenswirksamen Leistungen (VL) schon einmal gehört oder gelesen. Allein unter den 20− bis 29−jährigen Anlegern kennen diese Anlageform immer noch viele (86 Prozent). Dies ergab eine im Auftrag von Union Investment durchgeführte Umfrage von Forsa im dritten Quartal 2014. Die Fondsgesellschaft der genossenschaftlichen FinanzGruppe lässt von dem Institut jedes Quartal eine Umfrage durchführen. Bei der aktuellen Anlegerbefragung wurde auch ermittelt, dass Arbeitgeber diese Zusatzleistungen bei zwei Dritteln (66 Prozent) der Befragten tatsächlich anbieten. Davon nutzen wiederum fast alle Befragten sie auch. Das sind gute und wichtige Nachrichten. Denn schließlich handelt es sich bei den VL um ein Geschenk, das sich niemand entgehen lassen sollte, sagt Jessica Arnold, Beraterin bei der Rüsselsheimer Volksbank. Doch sind VL auch den jungen Menschen bekannt, die jetzt ihre Schule abgeschlossen haben und in den Beruf einsteigen? Vielen wahrscheinlich noch nicht. Denn die Finanzkompetenz junger Menschen scheint oft nicht ausgereift. Daher fordert beispielsweise der Bundesverband Investment und Asset Management e. V. (BVI), dass an Schulen ein Grundwissen in Ökonomie und Finanzen gelehrt wird.

Wir sprechen unsere Kunden jetzt verstärkt auf vermögenswirksame Leistungen an. Denn viele junge Menschen beginnen eine Ausbildung oder starten nach dem Studium in den Beruf, sagt J. Arnold und erklärt: VL zahlen viele Arbeitgeber, und der Staat gibt unter bestimmten Voraussetzungen Förderungen dazu. Berufsstarter könnten aber auch selbst aus ihrem Gehalt in einen geförderten VL−Vertrag einzahlen und die staatliche Förderung erhalten, so die Beraterin.

Aktienfondssparpläne bieten viele Vorteile

Berufseinsteiger sollten auf Aktienfonds setzen, meint J. Arnold weiter, denn sie sind meist ertragsstärker als verzinsliche Anlagen, die bei den niedrigen Zinsen aktuell oft nicht einmal die Inflation ausgleichen.Darüber hinaus partizipieren sie mit einer Anlage in Aktienfonds an den Kapitalmärkten. Schon aus geringen Beträgen könne so mit der Zeit ein kleines Vermögen werden.

Des Weiteren profitieren Anleger vom Durchschnittskosteneffekt. Bei niedrigen Preisen werden mehr Anteile erworben, bei hohen Preisen weniger. Sie erklärt, dass Arbeitnehmer die Arbeitnehmersparzulage beantragen können. Der Staat bezuschusst die Einzahlungen bis zu einem Höchstbetrag von 400 Euro im Jahr mit 20 Prozent, also immerhin 80 Euro pro Jahr. Das sind 480 Euro über die gesamte Laufzeit. Voraussetzung für den Erhalt der staatlichen Förderung ist die Investition in einen Aktienfonds und die Unterschreitung vorgegebener Einkommensgrenzen. Bei Ledigen dürfe das jährlich zu versteuernde Einkommen 20.000 Euro nicht übersteigen, bei Verheirateten und eingetragenen Lebenspartnerschaften liege die Grenze bei 40.000 Euro. Die Vertragslaufzeit betrage maximal sieben Jahre. Davon zahle der Sparer sechs Jahre lang die Sparbeträge ein. Im Anschluss daran ruhe der Vertrag maximal ein Jahr und sei zu Beginn des darauffolgenden Jahres frei verfügbar.

Mit Aktienfondssparplänen in Deutschland investieren

Das Prinzip eines Aktienfonds ist einfach: Tausende von Anlegern zahlen in einen großen Topf ein. Dieses Geld wird von Experten, den Fondsmanagern, in Aktien aussichtsreicher Unternehmen angelegt, erklärt J. Arnold. Gegenwärtig sprächen gute Gründe dafür, einen Aktienfonds mit Schwerpunkt auf Deutschland zu wählen, denn nach wie vor gehöre Deutschland in Europa und auch weltweit zu den Wachstumslokomotiven. Deutsche Unternehmen zeichnen sich insbesondere durch eine hohe Innovationskraft und eine hohe Produktivität aus. Nicht umsonst etablierte sich Deutschland als zweitgrößte Exportnation. Aber ein solcher Aktienfonds sei nicht für jeden geeignet. Vor allem, wenn die Risikoeinstellung nicht passe, könnten Renten− oder Mischfonds dann eine Alternative sein. Erkundigen Sie sich bei der Rüsselsheimer Volksbank nach für Sie geeigneten VL−Anlagen. Wir beraten Sie gerne, schließt die Bankexpertin ab.