Vermögenswirksame Leistungen für Berufseinsteiger

Rüsselsheim, 23. September 2013

VL vom Chef und Prämien vom Staat

Ein Ausbildungsplatz im Traumberuf oder der Einstieg beim Wunscharbeitgeber – das allein ist für viele junge Menschen schon ein Glückstreffer. Doch oft bietet der Vertrag sogar noch mehr Grund zur Freude. Das Stichwort heißt „Vermögenswirksame Leistungen“ (VL). Der Arbeitgeber zahlt sie und der Staat gibt aufgrund des Vermögensbildungsgesetzes unter bestimmten Voraussetzungen Prämien dazu. Geschenke, die Sie sich nicht entgehen lassen sollten. „Falls VL nicht in Ihrem Vertrag stehen sollten, fragen Sie dennoch Ihren Chef oder in der Personalabteilung einmal danach. Doch auch wenn der Chef nichts dazugibt, können Sie aus Ihrem Gehalt in einen geförderten VL-Vertrag einzahlen und die Prämien erhalten“, empfiehlt Jessica Dienst, Beraterin bei der Rüsselsheimer Volksbank. Die sogenannte Arbeitnehmersparzulage gewährt der Staat beispielsweise für das Aktienfondssparen und das Bausparen.

Vermögensbildung mit Aktienfonds wird staatlich gefördert

Besonders im gegenwärtigen Niedrigzinsumfeld sollten sie auf Aktienfonds setzen, meint J. Dienst weiter, denn „sie werden vom Staat gefördert und sind in der Regel ertragsstärker als verzinsliche Anlagen, die gegenwärtig oft nicht einmal die Inflation ausgleichen können“. Schon aus geringen Beträgen könne so mit der Zeit ein kleines Vermögen werden. Sie erklärt, dass der Staat bei einem Aktienfondssparplan die Einzahlungen bis zu einem Höchstbetrag von 400,– Euro im Jahr mit 20 Prozent bezuschusst, also immerhin 80,– Euro pro Jahr. Bei Alleinstehenden gelte dies bis zu einem jährlich zu versteuernden Einkommen von 20.000,– Euro, bei Verheirateten liege die Grenze bei 40.000,– Euro. Die Vertragslaufzeit betrage maximal sieben Jahre. Davon zahle der Sparer sechs Jahre lang die Sparbeträge ein. Im Anschluss daran ruhe der Vertrag maximal ein Jahr und sei zu Beginn des darauffolgenden Jahres frei verfügbar.

Chancen in den Euroländern

„Das Prinzip eines Aktienfonds ist einfach: Tausende von Anlegern zahlen in einen großen Topf ein. Dieses Geld wird von Experten, den Fondsmanagern, in Aktien aussichtsreicher Unternehmen angelegt“, erklärt J. Dienst. Gegenwärtig sprächen gute Gründe dafür, einen Aktienfonds mit Schwerpunkt auf den Euroländern zu wählen, denn „die Rezession in der Eurozone wurde im zweiten Quartal dieses Jahres überwunden“, sagt sie. Von dieser verbesserten Konjunktur profitierten auch die Unternehmen. Getragen werde dieses wirtschaftliche Bergauf von den Kernländern wie Deutschland und Frankreich, aber auch aus den anderen Eurostaaten gebe es ermutigende Nachrichten.

J. Dienst bestärkt Arbeitnehmer, ihre VL in einen Aktienfonds zu investieren. Sie weist auch darauf hin, dass dies einfach und bequem sei: „Wenn Sie einen Vertrag abschließen, erhalten Sie eine Information für den Arbeitgeber. Diese geben Sie einfach bei diesem ab.“ Aber nicht für jeden sei ein Aktienfonds geeignet. Bei manchen Kunden passe die Einstellung zum Risiko nicht zu einem Aktienfonds oder sie lägen über der Einkommensgrenze für die Prämie. Renten- oder Mischfonds könnten dann eine Alternative oder zusätzliche Wahlmöglichkeit sein. „Erkundigen Sie sich bei der Rüsselsheimer Volksbank nach für Sie geeigneten VL-Anlagen. Wir beraten Sie gerne“, schließt sie ab. Die Rüsselsheimer Volksbank arbeitet mit Union Investment, der Fondsgesellschaft in der genossenschaftlichen FinanzGruppe, zusammen.