Riester-Rente im Niedrigzinsumfeld - Ertragsstark riestern mit Fondssparplänen

Rüsselsheim, 04. Oktober 2013

Das Niedrigzinsumfeld erfordert eine neue Anlagekultur. Gerade bei der Altersvorsorge können dauerhaft niedrige Zinsen weit reichen-de Folgen haben.

806,– Euro monatlich. So viel Geld fehlt den 38 Millionen in der gesetzlichen Rentenversicherung versicherten Menschen nach heutigen Schätzungen im Durchschnitt, um ihren gewohnten Lebensstandard im Ruhestand allein mit der gesetzlichen Rente aufrechtzuerhalten. Das Ergebnis vom „Vorsorgeatlas Deutschland“, den das Forschungszentrum Generationenverträge der Universität Freiburg im Auftrag von Union Investment im März 2013 erstellt hat, zeigt, dass die gesetzliche Rente um eine zusätzliche private Vorsorge unbedingt ergänzt werden muss.

Gegenwärtig stellt jedoch das niedrige Zinsniveau Anleger dabei vor große Herausforderungen. Denn gerade bei der Altersvorsorge mit ihrem langfristigen Anlagehorizont machen sich dauerhaft niedrige Zinsen stark bemerkbar, unter Umständen sogar mit realen Geldverlusten. Hinzu kommt, dass eine rein defensiv orientierte Anlagestrategie zur Alterssicherung heute nicht mehr ausreicht. Noch in den 1980er und frühen 1990er Jahren konnten Sparer in Deutschland mit festverzinslichen Wertpapieren ohne Risiko gutes Geld verdienen. Seit der europäischen Schuldenkrise wissen wir jedoch, dass selbst Staatsanleihen ausfallen können. Wie können Sparer also eine auskömmliche Rendite auf die Sparleistung erzielen, die die Alterseinkünfte spürbar erhöht?

Riester-Fondssparpläne setzen am stärksten auf Aktien

„Riester-Sparen ist nach wie vor eine gute Möglichkeit, privat das Alterseinkommen wirksam aufzustocken. Schließlich gibt es einen großen Personenkreis, der mit Zulagen und Steuervorteilen vom Staat gefördert wird“, erklärt Miriam Siegmund, Expertin bei der Rüsselsheimer Volksbank eG.

Die Herausforderung heute ist, dass keine Rendite mehr ohne Risiko erzielt werden kann. Zu viel Sicherheit führe hingegen in die Renditelosigkeit, meint M. Siegmund weiter. Gerade bei der Altersvorsorge sei dies sehr problematisch, denn schließlich müsse eine private Vorsorge genug Ertrag abwerfen, um eine spätere Rentenlücke zu schließen. „Wenn die Sparer im Ruhestand ihren Lebensstandard aufrechterhalten wollen, müssen sie heute bei der Riester-Rente auf eine renditestarke Anlage setzen“, betont M. Siegmund, „und sich damit auch vom gewohnten Denken verabschieden.“