Rüsselsheimer Volksbank eG: Vertreterinnen und Vertreter signalisieren Unterstützung zur Fusion mit Frankfurter Volksbank eG

Fusion bietet Chance auf einen Entwicklungssprung für das Genossenschaftsbanking in Rüsselsheim. Entwicklungsperspektiven für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Betriebsbedingte Kündigungen ausgeschlossen.

Rüsselsheim. „Umfassend und detailliert haben wir im Februar in 16 Veranstaltungen unsere Pläne für eine Fusion mit der Frankfurter Volksbank eG unseren Vertreterinnen und Vertretern dargelegt und ebenso offene wie tiefgehende Diskussionen geführt. Im Ergebnis wurde uns eine umfassende Unterstützung signalisiert, weil sich aus diesem Schritt große Chancen für das genossenschaftliche Bankwesen in unserem Geschäftsgebiet ergeben. Erkannt wird ein nachhaltig erfolgreiches, kunden- und mitgliederorientiertes Zukunftsbild für unsere Genossenschaft.“ So fasst Josef Paul, Vorstand der Rüsselsheimer Volksbank, die Stimmung der Vertreterinnen und Vertreter zur Fusion mit der Frankfurter Volksbank zusammen.

Im Januar hatten die Aufsichtsräte der Rüsselsheimer Volksbank eG und der Frankfurter Volksbank eG dem Vorschlag der Vorstände beider Häuser zugestimmt, Fusionsgespräche zu führen. Die Vertreterdialoge dienten einer ersten umfassenden Information und Diskussion über das Vorhaben mit den Mitgliedervertreterinnen und -vertretern.

Für Paul und seinen Kollegen Markus Walter sind es zwei zentrale Festlegungen, die aus Sicht der Rüsselsheimer Volksbank am Ende als Ergebnis einer Fusion vorliegen müssen. Markus Walter: „Erstens ist es unser vordringliches Ziel, die hohe Beratungsqualität für das Privat- und Firmenkundengeschäft, unsere Filialstandorte sowie den zuvorkommenden, persönlichen Kundenservice in unserer Heimatregion langfristig zu erhalten und noch einmal zu stärken.“ Zweitens sei es gleichzeitig der Antritt, die zentralen Zukunftsthemen wie Nachhaltigkeit und Digitalisierung, die das Leben und Wirtschaften in den kommenden Jahren und Jahrzehnten prägen werden, unternehmerisch als Vorreiter zu erschließen, Chancen zu nutzen und völlig neue, zeitgemäße Beratungsangebote und Lösungen für den regionalen Markt in Rüsselsheim und Raunheim zu entwickeln.

Um diese ambitionierten Ziele für Mitglieder sowie Kundinnen und Kunden zu erreichen und die Zukunft des Genossenschaftsbankings in Rüsselsheim kraftvoll zu gestalten, empfehlen Aufsichtsrat und Vorstand den Zusammenschluss mit der Frankfurter Volksbank als sehr renommierter, kapitalstarker und hoch innovativer Genossenschaftsbank.

Mit den Vertreterinnen und Vertretern konnten wichtige Eckdaten des Verschmelzungsvertrages erörtert werden. So wird im regionalen Markt die Marke Rüsselsheimer Volksbank als Zweigniederlassung der Frankfurter Volksbank weiter bestehen bleiben, Identität und Nähe stiften. Es wird keine Änderungen am Filialnetz der Rüsselsheimer Volksbank geben. Mehr noch: Bei beiden Partnern nimmt die persönliche Beratung in den Filialen eine herausragende Rolle ein. So investiert die Frankfurter Volksbank in Filialen und ist Vorreiter für neue, innovative Filialformate.

Schnelle Entscheidungen sollen weiterhin vor Ort getroffen werden. Um das sicherzustellen, wird Josef Paul als zukünftiges Vorstandsmitglied der Frankfurter Volksbank für das Geschäftsgebiet der jetzigen Rüsselsheimer Volksbank verantwortlich bleiben. Markus Walter wird als Generalbevollmächtigter das gute Zusammenwachsen der beiden Häuser sicherstellen. Die den Rüsselsheimer Kundinnen und Kunden vertrauten und bekannten Ansprechpartnerinnen und –partner bleiben erhalten.

Für den Vorstand der Rüsselsheimer Volksbank haben die Perspektiven für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einen besonderen Stellenwert. „Unseren Erfolg verdanken wir dem Können und dem Engagement unserer Kolleginnen und Kollegen. Auch für sie brauchen wir in einer Fusion sehr gute Lösungen“, so Josef Paul. In Konsequenz werden alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Rüsselsheimer Volksbank im Falle einer Fusion übernommen. Zu ihrem Schutz wird es in den nächsten fünf Jahren keine betriebsbedingten Kündigungen geben. Ohnehin seien weder in der Geschichte der Rüsselsheimer Volksbank noch der der Frankfurter Volksbank jemals betriebsbedingte Kündigungen ausgesprochen worden. „Das entspricht auch nicht unseren gemeinsamen genossenschaftlichen Werten“, betont Markus Walter und ergänzt: „Für unser Mitarbeiterteam schafft der Zusammenschluss eine langfristige und sichere berufliche Perspektive – mit attraktiven Fortbildungs-, Aufstiegs- und Karrierechancen.“

Weiter ist vorgesehen, dass die Vertreterinnen und Vertreter der Rüsselsheimer Volksbank Teil der Vertreterversammlung der Frankfurter Volksbank werden sollen. Zudem werden die regionalen Vertretergespräche fortgeführt. Ebenso werden die Aufsichtsräte der jetzigen Rüsselsheimer Volksbank für das Kontrollgremium der fusionierten Bank nominiert.

Sichergestellt ist auch, dass die regionale Förderung fortgeführt wird. Josef Paul hob in den Vertreterdialogen hervor, dass die engagierte Förderung des sozialen und kulturellen Lebens zum Markenkern der Frankfurter Volksbank gehört: „In dieser Unternehmemskultur der Verantwortung steht für unsere regionalen Spenden- und Sponsoring-Initiativen ein unverändertes jährliches Spendenbudget von 50.000 Euro zur Verfügung. Und selbstverständlich wird die Stadt Rüsselsheim weiterhin von Gewerbesteuern profitieren.“

Markus Walter verdeutlichte in den Vertreterdialogen, dass die bewährten Stärken und das, was die Rüsselsheimer Volksbank in der Vergangenheit ausgemacht hat, dank der großen unternehmenskulturellen Übereinstimmungen der beiden Partner erhalten bleibt. „Der Erhalt des Bewährten ist für uns selbstverständlich und muss bei einer Fusion gewährleistet sein. Eine Fusion lohnt sich aber erst dann, wenn ein Entwicklungssprung möglich wird. Und genau das sehen wir in dem Verschmelzungsvorhaben mit der Frankfurter Volksbank.“ Durch den Zusammenschluss mit der mitgliederstärksten Volksbank Deutschlands wird eine nachhaltige Zukunftsperspektive für die Rüsselsheimer Volksbank geschaffen und gleichzeitig profitieren Mitglieder sowie Kundinnen und Kunden von den Leistungsmehrwerten und Innovationen eines starken Partners: Expertenwissen für die Region.

So ist die Wertpapierexpertise der Frankfurter Volksbank mehrfach ausgezeichnet worden und die individuelle Vermögensverwaltung genießt einen hervorragenden Ruf. Mit der Gesellschaft für individuelle Finanzberatung verfügt der Partner über eine eigene Tochtergesellschaft, die auf hochwertige Vorsorgelösungen spezialisiert ist. Und durch die zukünftige Zusammenarbeit mit der Immobiliengesellschaft der Frankfurter Volksbank erweitert sich maßgeblich das Spektrum der Immobilienangebote der Rüsselsheimer Volksbank.

Eine noch bessere Wahrnehmung des Förderauftrages der Rüsselsheimer Volksbank wird laut Paul und Walter auch jenseits des traditionellen Bankgeschäfts durch eine Fusion möglich. „Im Zuge von #MehrBank erschließt unser Partner neue Geschäftsfelder im Nachhaltigkeitskontext. Die neue Angebotswelt umfasst Lösungen zur E-Mobilität, energetischen Sanierung und zu nachhaltigem Money-Management“, erklärt Paul. Mit diesen Leistungsmehrwerten würden wir auch in Rüsselsheim neue Akzente im Bankgeschäft setzen und Zukunft gestalten. „Diese Vorteile und Chancen wollen wir unseren Mitgliedern und Kundinnen und Kunden eröffnen – als Teil unseres genossenschaftlichen Förderauftrags.“

Vorstand und Aufsichtsrat der Rüsselsheimer Volksbank sind sich einig: Mit der Frankfurter Volksbank konnte ein verlässlicher Partner mit ausgezeichneter Fusionsreputation gewonnen werden, mit dem auf Augenhöhe selbstbewusst, optimistisch und vertrauensvoll eine gute sowie nachhaltige Zukunft für die Rüsselsheimer Volksbank gestaltet werden kann.

Die Rückmeldungen der Vertreterinnen und Vertreter waren nahezu ausnahmslos positiv.

Die finale Entscheidung über eine Verschmelzung werden die Vertreterversammlungen beider Banken treffen. Dafür ist jeweils eine 75-Prozent-Mehrheit erforderlich.