Vertreterversammlung der Rüsselsheimer Volksbank eG: einstimmiges Votum für Fusion

Größere Leistungsfähigkeit bei gleichzeitigem Erhalt der genossenschaftlichen Mitgliedernähe. Marke „Rüsselsheimer Volksbank“ bleibt bestehen. Keine Kündigungen.

Rüsselsheim. Einstimmig stimmten am 7. April die Vertreterinnen und Vertreter der Rüsselsheimer Volksbank für die Fusion mit der Frankfurter Volksbank eG. Sie folgten damit einem gemeinsamen Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat. Der Vorstand der Rüsselsheimer Volksbank eG zeigte sich nach dem Votum glücklich über dieses eindeutige Ergebnis. „Wir freuen uns, dass wir die Vertreterinnen und Vertreter überzeugen konnten, dass die Verschmelzung mit der Frankfurter Volksbank das richtige Rezept ist, um in einem zunehmend herausfordernden Umfeld den Förderauftrag gegenüber den Mitgliedern der Genossenschaft weiterhin zuverlässig und sogar noch besser zu erfüllen“, so Josef Paul und Markus Walter.

„Mit diesem überzeugenden Votum der Vertreterversammlung in Rüsselsheim, gehen wir jetzt auch gestärkt in unsere Vertreterversammlung am 19. Mai“, kommentierte Eva Wunsch-Weber das zustimmende Ergebnis. „Ich gehe davon aus, dass auch unsere Mitglieder mit einem überzeugenden Ja zur Verschmelzung antworten werden. Wir freuen uns auf die gemeinsame Zukunft mit den Kolleginnen und Kollegen in Rüsselsheim.“

Der Vorstand hatte Vertreterinnen und Vertreter ebenso wie die Mitglieder intensiv über das Verschmelzungsvorhaben informiert. „Uns war wichtig herauszustellen, dass hier zwei gesunde Partner mit tragfähigen Geschäftsmodellen fusionieren wollen, es also darum geht, Chancen zu erschließen“, so Paul. Sein Kollege Markus Walter ergänzte: „Selbstverständlich wissen wir aber auch, dass den Herausforderungen – Nachhaltigkeit, Digitalisierung, Spezialisierung, Regulatorik – in einer größeren Einheit besser zu begegnen ist, als in einer Bank von der bisherigen Größe der Rüsselsheimer Volksbank.“

Die Verschmelzung der beiden Genossenschaften dient der Bündelung der Kräfte in der dynamischen Wirtschaftsregion Rhein-Main. Die Finanzbranche ist geprägt von kontinuierlich steigenden regulatorischen Anforderungen, verstärktem Wettbewerb durch die fortschreitende Konsolidierung im Bankenmarkt, das Niedrigzinsumfeld und hohe Kosten für Zukunftsthemen wie Digitalisierung und Nachhaltigkeit. Die Bewältigung dieser großen Aufgaben erfordere ein steigendes Maß an Professionalität und Unternehmensgröße, die den Einsatz von qualifiziertem Personal auf allen Ebenen und von zeitgemäßer Technik ermöglichen. „Als genossenschaftliche Bank können wir die Aufgaben der Zukunft nur lösen, wenn wir uns weiter zu regional leistungsstarken Einheiten zusammenschließen und gleichzeitig die bewährte Nähe bewahren und weiterentwickeln. So ist es zum Beispiel für uns wichtig, dass die den Rüsselsheimer Kundinnen und Kunden vertrauten und bekannten Ansprechpartnerinnen und -partner in den Filialen vor Ort bleiben“, so Paul zu der Entscheidung der Vertreterversammlung. Sein Resümee: „Wir sind davon überzeugt, dass wir unsere Stellung im Wettbewerb durch diese Verschmelzung zum Vorteil unserer Mitglieder, Kundinnen und Kunden stärken.“

Nach dem klaren Votum der Vertreterversammlung der Rüsselsheimer Volksbank muss nun auch noch das entsprechende Mitgliederorgan der Frankfurter Volksbank am 19. Mai der Verschmelzung zustimmen. Wird hier die erforderliche Mehrheit von mindestens 75 Prozent erreicht, soll die Verschmelzung rückwirkend zum 1. Januar 2022 eingetragen werden.