Real und digital: Rüsselsheimer Volksbank wächst im ersten Halbjahr 2021

Rüsselsheim. Obwohl viele Pandemie-Beschränkungen bis weit ins laufende Jahr hineinwirkten, verzeichnet die Rüsselsheimer Volksbank im ersten Halbjahr 2021 eine weiterhin positive Geschäftsentwicklung. Die Bilanzsumme legte zur Jahresmitte um 4,3 Prozent auf 756 Millionen Euro zu. Zurückzuführen ist das insbesondere auf die Kundeneinlagen, die seit Jahresbeginn um rund 33 Millionen Euro (+ 6 Prozent) angestiegen sind. Doch auch erste Signale eines Umdenkens der Sparer zeichnen sich ab: Das außerbilanzielle Kundenanlagevolumen erlebte seit Jahresbeginn einen Anstieg in Höhe von 26 Millionen Euro bzw. 7,4 Prozent. Die Zahl der neu eröffneten Depots und der abgerechneten Orders hat dabei spürbar angezogen: Zur Jahresmitte 2021 lag die Zahl der Depots bei 21.238 und damit um 3,3 Prozent höher als noch zum Ende des vergangenen Jahres. „Wir freuen uns sehr, dass es der Rüsselsheimer Volksbank gelungen ist, nicht nur sicher durch diese schwierige Phase zu kommen, sondern sogar gestärkt aus ihr hervorzugehen“, resümiert Vorstand Josef Paul die Entwicklung der Genossenschaftsbank im ersten Halbjahr 2021.

„Dabei hat sich ein Trend klar fortgesetzt“, ergänzt Vorstandskollege Markus Walter: „Die digitale Abwicklung von Geldgeschäften beschleunigt sich weiter. Auch viele Ältere shoppen inzwischen ganz selbstverständlich online, zahlen mit Karte und benötigen deutlich weniger Bargeld als früher.“ Die Verfügbarkeit von Bargeld spiele eine immer geringere Rolle – Corona habe diese schon länger anhaltende Entwicklung nochmals beschleunigt. Besonders das kontaktlose Bezahlen boome – und zwar unabhängig vom Rechnungsbetrag, hebt Walter hervor.

Hier unterscheiden sich die Trends im Geschäftsgebiet der Rüsselsheimer Volksbank kaum von den bundesweit für Girocard-Zahlungen erhobenen Daten. Die besonders schnelle und hygienische kontaktlose Zahlung – mit herkömmlicher physischer oder digitaler Karte wie beispielsweise im Smartphone – hat demnach im ersten Halbjahr 2021 bundesweit einen Anteil von 64 Prozent erreicht gegenüber 46 Prozent zur Jahresmitte 2020. „Die Digitalisierung hat durch die Pandemie nochmals einen gewaltigen Schub bekommen. Sie verändert mit großer Geschwindigkeit unser Alltagsleben und auch die Art und Weise des Bankgeschäftes“, beobachtet Paul. „Die Filiale ist mittlerweile das Smartphone mit der Banking App, das iPad oder der Laptop. Selbst einstmals eingeschworene Filialbesucher nutzen die Vorteile von Online-Banking, Apps, E-Mails, Telefon und Video“, ergänzt Walter.

Um auf diesem Weg möglichst viele Kundinnen und Kunden mitzunehmen, hat die Rüsselsheimer Volksbank seit etwa einem Jahr Sebastian Funke als Digitalbotschafter eingesetzt. Seine Aufgabe ist es, zusammen mit den Servicekräften in den Filialen Menschen bei der Anwendung digitaler Angebote zu unterstützen. „Hilfe zur Selbsthilfe ist der Kern einer jeden Genossenschaft. Daher passt es hervorragend zu unserem Selbstverständnis, unsere Mitglieder und Kunden auf ihrem Weg in die Welt des digitalen Bankings zu begleiten“, fasst Funke seine Aufgabe zusammen. Das geschehe im persönlichen Austausch, in den Filialen durch die bewährten Servicemitarbeiterinnen und -mitarbeitern, denen die Mitglieder sowie Kundinnen und Kunden vertrauen.

„Wir müssen aufpassen, dass wir keine Bevölkerungsgruppen auf dem Weg der Digitalisierung des Bankgeschäftes verlieren. Daher lohnt diese Anstrengung auch mit Blick auf unseren Förderauftrag als Genossenschaft“, fasst Josef Paul das Engagement der Bank zusammen.