Richtige Entscheidung treffen

Die Wahl für ein Haus oder eine Wohnung hängt vor allem von Ihrer persönlichen Lebenssituation ab. Familie und Beruf spielen dabei eine wichtige Rolle. Ein Haus gewährt mehr Freiräume, bringt aber auch eine Menge Arbeit mit sich. Der Pflegeaufwand für eine Wohnung ist zwar geringer als für ein Haus, doch dafür müssen Sie sich in der Regel mit einer Eigentümer-Gemeinschaft arrangieren.

Attraktiver Altbau

Gebrauchte Immobilien sind oft preisgünstiger als Neubauten und die Grundstücke sind häufig größer. Je nachdem, ob und in welchem Umfang renoviert werden muss, sind sie sofort bezugsfrei, sodass Sie finanziell keine Doppelbelastung von Miete und Baukosten tragen müssen. Viele Modernisierungen können Sie auch über Jahre verteilen. Vor dem Kauf überprüft am besten ein Experte die Bausubstanz auf versteckte Mängel.

Viel Freiraum beim Neubau

Neubauten lassen Ihnen viel Gestaltungsfreiheit für die Umsetzung Ihrer Wünsche. Moderne Baustoffe und -techniken helfen Ihnen dabei, die Energie-Kosten möglichst gering zu halten. Bei eventuellen Mängeln am Bau haben Sie in den ersten vier oder fünf Jahren einen Gewährleistungs-Anspruch.

Genaues Prüfen lohnt sich

Der Wert einer Immobilie hängt auch entscheidend von der Lage des Grundstücks ab. Wenn Sie das Wohnumfeld kennen, können Sie die Qualität besser bewerten. Prüfen Sie darum die Verkehrs-Anbindungen und machen Sie sich ein Bild von der Nachbarschaft. Eine Besichtigung der Immobilie zu unterschiedlichen Tageszeiten und bei verschiedenen Wetter-Verhältnissen hilft außerdem bei der Beurteilung des Standortes.

Richtig kalkulieren

Denken Sie bei Ihrer Kalkulation an die Nebenkosten. Die Kosten für Notar, Grundbucheintrag, Grunderwerbs-Steuer, Umzug und Makler betragen rund 10 Prozent des Kaufpreises. Beim Neubau kommen Erschließungs-Kosten, Bau-Nebenkosten wie zum Beispiel Versicherungen und Kosten für Architekten und Außenanlagen (Garten, Garage) hinzu. Eine gebrauchte Immobilie muss vielleicht modernisiert, die alte Wohnung bei Auszug renoviert werden.

Bausteine der Finanzierung

Experten empfehlen bei der Finanzierung einer Immobilie einen Eigenkapital-Anteil von 20 Prozent. Dazu zählen zum Beispiel Barvermögen, Depots, Sparbriefe, Bausparverträge und auch Lebensversicherungen. Wenn Sie Eigenleistungen einbringen möchten, schätzen Sie diese realistisch ein, damit Ihre Finanzierung später nicht ins Wanken gerät.

Unterstützung vom Staat

Bei der Finanzierung des Eigenheims greift Ihnen Vater Staat unter die Arme. Mit der Wohn-Riester-Förderung profitieren Sie unabhängig von Ihrem Einkommen von Zulagen und Steuervorteilen. Bund, Länder und Kommunen unterstützen Sie außerdem mit günstigen Darlehen und bieten verschiedene Förderprogramme an. Ihr Berater hilft Ihnen, die für Sie passende Finanzierung zu finden.

Sicher planen und flexibel bleiben

Während einer Niedrigzins-Phase lohnt es sich, den Zinssatz langfristig festzuschreiben. Das garantiert Ihnen Planungs-Sicherheit. Dabei gilt aber: Je länger die Zinsbindung, desto höher der Darlehens-Zinssatz. Nutzen Sie das niedrige Zinsniveau, um Ihren Tilgungsanteil zu erhöhen. So reduzieren Sie schnell Ihre Restschuld und sparen künftige Darlehens-Zinsen. Mit Sondertilgungs-Optionen bleiben Sie außerdem flexibel.

Klarheit schaffen

Damit Sie später keine bösen Überraschungen erleben, prüfen Sie vor Unterzeichnung des Kaufvertrags folgende Unterlagen:

 

  • Grundbuch: Gibt es Wege- oder Vorverkaufsrechte, ausstehende Erschließungs-Kosten?
  • Baulasten-Verzeichnis: Wie ist die Bebaubarkeit des Grundstücks?
  • Liegenschafts-Kataster: Wie sind die Grundstücksgrenzen?
  • Altlasten-Verzeichnis: Ist das Grundstück belastet, zum Beispiel durch Bodengifte?

Hilfe vom Notar

Ein Notar unterstützt Sie bei der rechtlichen Abwicklung des Kaufvertrags. Er überprüft die Einträge im Grundbuch und bereitet den Kaufvertrag vor. Bis die endgültige Eintragung im Grundbuch erfolgt, veranlasst der Notar eine Auflassungs-Vormerkung. Diese schützt Sie vor nachträglichen, nicht abgesprochenen Änderungen. Erst nach erfolgter Eintragung sind Sie der neue Eigentümer.

Protokolle einsehen

Beim Kauf einer Eigentumswohnung lassen Sie sich am besten Protokolle und Rechnungen der Eigentümer-Gemeinschaft zeigen. Diese geben Auskunft über noch ausstehende Projekte und Kosten. Erkundigen Sie sich, ob für den Verkauf der Wohnung eventuell die Genehmigung des Hausverwalters notwendig ist.

Richtig absichern

Wer eine Immobilie erwirbt, sollte bei der Finanzierung auch an die Absicherung der eigenen Familie denken. Eine Risiko-Lebensversicherung deckt die Restschuld Ihres Darlehens im vorzeitigen Todesfall. Eine Kapital-Lebensversicherung können Sie sogar direkt in Ihre Finanzierung mit einbeziehen und dabei gleichzeitig Ihre Familie absichern.

Von Beginn an sicher sein

Bauherren benötigen vor allem folgende Versicherungen:

 

  • Bauleistungs-Versicherung: Versicherung gegen Zerstörung und Diebstahl während der Bauphase
  • Haftpflicht-Versicherung: Versicherung gegen Unfälle von Dritten auf der Baustelle
  • Feuer-Rohbau-Versicherung: Versicherung bei Schäden durch Brand, Blitzschlag oder Explosion

Sicherheit für Ihr Zuhause

Mit der Fertigstellung Ihrer Immobilie ändert sich Ihr Versicherungs-Bedarf. Eine Wohngebäude-Versicherung trägt finanzielle Schäden durch Feuer, Sturm oder Regen am Gebäude. Wer einen Öltank im Keller hat, sollte an einer Gewässerschaden-Haftpflicht-Versicherung nicht sparen. Sie haftet für den Fall, dass Öl ins Grundwasser oder in Fließgewässer gelangt.

Gut vorgesorgt

Mit einer Rechtsschutz-Versicherung sichern Sie sich ab, falls es zum Beispiel zum Streit mit dem Nachbarn kommt. Je nachdem, wie wertvoll Ihr Besitz ist, schützen Sie sich mit einer Hausrat-Versicherung zum Beispiel gegen die finanziellen Folgen eines Einbruchs. Falls Ihre Immobilie über viele Glasfronten verfügt oder kleine Kinder im Haus spielen, ist eine Glas-Versicherung sinnvoll.

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