Der Himmel braucht sie: Fluglotsen. Sie sorgen dafür, dass Flugzeuge in der Luft und am Boden sicher und schnell an ihr Ziel kommen. Sie tragen viel Verantwortung. Denn Piloten vertrauen ihnen. Auch wenn Fluglotsen dringend gesucht werden, ist das Auswahl-Verfahren um einen Ausbildungsplatz aufwändig.
"Wichtiger als die Abiturnote sind die mentalen Fähigkeiten", sagt Annika Herzog von der deutschen Flugsicherung. In einem mehrtägigen Auswahl-Verfahren werden etwa das räumliche Vorstellungs-Vermögen oder die Belastbarkeit getestet.
Wenn alles passt, stehen Navigation, Flugsicherungs-Technik, Luftfahrt-Englisch und vieles mehr auf dem Ausbildungsplan. Theorie- und Simulations-Unterricht wechseln sich ab. In der zweiten Hälfte der Ausbildung trainieren die Auszubildenden nur an Simulatoren. Nach dem Wechsel an eine Niederlassung der deutschen Flugsicherung nehmen die Auszubildenden mit Unterstützung eines Trainers schon aktiv am Luftverkehr teil.
Kontrollzentrum oder Tower – der Einsatzbereich steht bereits zu Beginn der Ausbildung fest. Center-Lotsen überwachen in den Kontrollzentren Bremen, Langen und München den unteren Luftraum. Der obere Luftraum wird von Karlsruhe und Maastricht aus kontrolliert. Tower-Lotsen koordinieren und überwachen die Flugzeuge an den Flughäfen. Fluglotsen sind gefragt. Wer die Ausbildung erfolgreich abschließt, wird übernommen.